Goldbarren 100g Titre 999.9 Métaux Précieux HISTORISCH

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Goldbarren 100g MP Métaux Précieux
Schweizer Goldbarren der Compagnie Métaux Précieux, 999,9‰ Feingold, historischer Goldbarren,
MP Prägung, ein selten zu erhaltener Barren feinsten Goldes.

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Beschreibung

Goldbarren 100g Titre 999.9 Métaux Précieux HISTORISCH

Goldbarren 100g Titre 999.9 Métaux Précieux HISTORISCH wurden von der Compagnie Métaux Précieux für die Societé de Banque Suisse geprägt. Der Goldbarren zählt zu den gesuchten Raritäten unter den historischen Goldbarren. Der Schweizerische Bankverein gründete sich 1854 aus ursprünglich 6 Vermögensverwaltungsbanken in Basel. Ab 1871 gründeten sie zusammen mit dem Frankfurter Bankverein eine Aktiengesellschaft: den Basler Bankverein. 1886, nach der Fusion mit dem Zürcher Bankverein und der Übernahme der Basler Depositenbank und der Schweizerischen Unionbank, erfolgte die endgültige Umbenennung in Schweizerischer Bankverein, auf Französisch: Société de banque suisse. Die Societé de Banque Suisse (SBS) ist heute die UBS. Das offizielle Gründungsdatum der UBS ist trotzdem das Jahr 1862, als die Bank Winterthur gegründet wurde (die UBS feierte im Jahr 2012 ihr 150-jähriges Bestehen). Métaux Précieux S.A. Metalor in Le Locle ist der Nachfolgebetrieb eines “vorbereitenden Walzwerkes” mit Goldschmelze aus 1852. Dieser wurde von der Banque du Locle 1864 übernommen. 1918 ging der Betrieb dann in den Schweizerischen Bankverein über. Ab dieser Zeit veredelte der Betrieb auch Gold und stellte Goldbarren her. Ab 1936 gründete der Bankverein aus diesem Betrieb die Métaux Précieux S.A. Metalor in Le Locle. Die “Métaux Précieux” ist heute noch als Dentalprodukthersteller aktiv. Die Produktion von Goldbarren wurde aber eingestellt und wird heute von der Fa. Metalor ausgeführt. Diese wiederum gehört inzwischen zu einem japanischen Konsortium, dem ebenfalls über 100 Jahre alten Tanaka Kikinzoku.

Dieser Goldbarren ist sowohl eine dauerhaft handelsfähige Wertanlage, als auch ein sehr seltenes Sammlerstück. Durch die Unternehmensverflechtungen besass der Schweizer Bankverein das Unternehmen, das diese Goldbarren herstellte und kontrollierte damit sowohl den Zugang zum Markt als auch die Qualität.

Man kann an ihm die Kinderschuhe der Barrenwerdung betrachten. Seinerzeit galten noch nicht die heute allgemein gültigen Prägevorschriften für handelsfähige Barrengolde, welche die Einprägung des Gewichtes, des Feingehaltes, des Erzeugers, des Inverkehrbringers  u. ggf. der laufenden Nummerierung vorsehen.

Auf der Vorderseite des Goldbarrens ist die ausgebende Bank, hier Societé de Banque Suisse, graviert. In der zweiten Zeile das Schlüssel-Logo der Bankengruppe mittig, rechts und links davon 100g und der französische Ausdruck für Feingold, Or Fin. Darunter der Stempel mit der Herstellerangabe des Schweizer Herstellers Métaux Précieux. Die Rückseite des Barrens ist gestempelt mit dem französischen Feingehaltszeichen Titre 999,9 und dem Logo MP Metaux Precieux. Die Ränder des Barrens sind noch bemerkenswert: Man sieht, dass dieser Barren zunächst gegossen und dann, vermutlich um die Prägungen plan aufzubringen, nochmals gewalzt wurde. Dadurch sind die Ränder leicht wellig geformt, aber der Barren selbst sehr platt und gerade. Der Barren liegt in guter Erhaltung vor. Aufgrund des Alters sind Gebrauchsspuren sichtbar, die jedoch dem Gold als Wertsicherung und handelsfähigem Barren keinen Abbruch tun. Das Gewicht und der Feingehalt stimmen heute wie damals.

Das Sammeln von seltenen Goldbarren hat sich erst in den letzten Jahren zu einem interessanten Bereich entwickelt. Verfolgt man die Veränderung der Fertigungstechniken, erkennt man als Fachmann schnell, wie die Stücke früher hergestellt wurden.  Eine Vielzahl von Techniken wurden dazu eingesetzt, um die angestrebten Gewichte möglichst genau zu treffen und dem Stück eine schöne Erscheinung zu verschaffen. Es wurde gegossen, gestanzt, geschnitten, und die unterschiedlichsten Prägeverfahren wurden eingesetzt, um dem Stück sein charakteristisches Bild zu geben. Konnte man früher nur mit Flammen erhitzen und giessen, änderte sich die Erscheinung der zu erzielenden Oberflächenqualitäten mit der aufkommenden induktiven Hightech Schmelztechnik und den Graphiteingüssen unter Schutzgas. Moderne Walzwerke können heute präzise Bleche definierter Dicke erzeugen, aus denen mittels Hochdruckpressen gleichzeitig ausgestanzt und geprägt werden kann. Alles geht heute schneller und präziser, aber nicht unbedingt emotional ansprechender. Zu Goldbarren gehört aber für uns auch ein gewisses Maß an Emotion. Wenn Gold auch noch emotional anspricht, dann ist es perfekt.

Historische Barren blicken immer auf eine lange Geschichte zurück. Niemand weiß, was sie in ihrer Vergangenheit schon alles durchgemacht haben, durch wie viele Hände sie gelaufen sind, in welchen Schatzkisten sie vergraben warren oder wieviele Eigentümer sie in welchen Ländern aufbewahrt haben. Das macht aber auch einen Teil ihres Reizes aus. Solche Barren können, gemäß ihres Alters ähnlich wie historische Münzen Spuren aufweisen.

Wichtig ist bei diesen Stücken, daß ihre Sollwerte stimmen und keine zu starken Beschädigungen vorliegen. Das Gewicht muss stimmen, der Feingehalt muss stimmen und der Erzeuger muss zweifelsfrei erkennbar sein. Der hier angebotene sehr seltene Barren aus der Frühzeit der industriellen Barrenerzeugung ist auf der Vorder- und Rückseite sehr schön, er hat ein perfektes Gewicht und sein Feingehalt ist bereits mit 999,9 in einer sehr hohen Qualität gefertigt. Ein sehr schönes altes Stück mit hohem Sammlerwert und Geschichte.

Goldbarren 100g Titre 999.9 Métaux Précieux – Hergestellt vermutlich in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts, Handarbeit

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Hinweis

Verkaufskriterien sind ausschließlich die Handelsfähigkeit als Anlagemetall, Material, Gewicht, Feingehalt und aufgeprägte Eigenschaften. Edelmetallbarren, Anlagemünzen und Umlaufmünzen werden gemäß ihrer Bestimmung ggfs. mehrfach verkauft und können Nutzungsspuren aufweisen. Es besteht für nicht von der NES hergestellte Fremdprodukte kein Anspruch auf Lieferung in Originalverpackung, da Versiegelungen, Verschweißungen, Verpackungen für Echtheitskontrollen geöffnet werden müssen. Bilder stehen musterhaft für das angebotene Produkt, diverse Jahrgänge oder Prägestätten. Die Fotografien geben nicht die Originalgröße wieder, die Farbe kann von den Originalfarben abweichen.